Buchkritik : „The Giver“

Hallo ihr Lieben,

da ich seit meiner Schulzeit kein englisches Buch mehr gelesen habe, dachte ich mir es wäre mal wieder an der Zeit! Vor ca. einem Jahr hab ich den Film zum Buch gesehen und als ich dann beim Stöbern auf Amazon auf das Buch aufmerksam geworden bin, dachte ich mir: Ja Laura, das musst du lesen! Und ich wurde nicht enttäuscht.

Das Buch ist von Lois Lowry, einer US-amerikanischen Autorien. Lois Ann Hammersburg wurde 1937 geboren und ist bekannt für ihre Kinder- und Jugendbücher.

Die Ausgabe die ich habe stammt auf dem Harper Collins Verlag und die Titelseite ziert ein Foto aus dem Film.

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Hier zu Einstimmung aber erstmal der Klappentext:

Intelligence. Integrity. Courage. Wisdom

These are the qualities a Receiver of Memory must have. And one more which can only be named, but  not described. The Capacity to See Beyond.

Jonas lives safely within the community, a place where there is no war, no hunger and no pain. But when he is selected as the Receiver of Memory, he starts to discover dark secrets that lie beneath the surface of his perfect world. Secrets that will lead him to undertake an incredible jouney.

Es geht um Jonas, der in einer scheinbar perfekten Welt lebt. Es gibt keinen Schmerz, aber auch keine Emotionen, denn die werden durch die tägliche Pille, die sie schlucken müssen, verdrängt! Die Menschen wissen nicht einmal, dass es so etwas wie Liebe oder wahre Freude gibt, denn sie leben in der für sie realen Welt. Es war für sie schon immer so. Alles in der Gesellschaft ist geregelt, 2 Menschen werden füreinenader bestimmt und bekommen jeweils 2 Kinder zugeteilt, Junge und Mädchen. Diese werden von den sogenannten „Birthmothers“ gebährt. Sowas wie Liebe gibt es also nicht. Jeder bekommt mit 12 seinen Platz in der Gesellschaft: Birthmother, Altenpfleger, Nurturer(kümmern sich um die Babys), Ingenieur, Arzt usw… Jonas allerdings wird als neuer Hüter der Erinnerung auserwählt! Wie jeder andere Auszubildene bekommt er eine Liste mit Regeln, unter anderem darf er lügen, was sonst niemand in der Gesellschaft darf! In seiner Ausbildung bekommt er vom alten „Giver“ alle Erinnerungen der Menschheit übertragen um auf sie aufzupassen! Vor vielen Jahren wurde gesagt, dass diese Erinnerungen der jetzigen Menschheit helfen kann Entscheidungen zu treffen.

Allerdings werden all diese Erinnerungen nur von einer Person getragen, um die Menschen zu „beschützen“. Zu Erinnerungen gehören Farben, Musik, Liebe oder Spaß. All dies wurde der Menschheit entzogen, damit alle gleich sind, und so Kriege und Konflikte vermieden werden. Ihre jetzige Gesellschaft kennt keinen Schnee, Sonne, oder keinen Sonnenbrand! Die Ausbildung wird also auch schmerzhaft weil Jonas sowas wie Schmerzen nicht kennt! Jonas fühlt zum ersten Mal irgendetwas, Schönes und Schmerzhaftes. Er sieht zum ersten Mal Farben in seinem Alltag, seine Mitmenschen leben in einer grauen, aber für sie normalen Welt. Daraufhin entscheidet er sich die Pille, die jeder Junge bekommt, nicht mehr zu nehmen, weil er eine Ahnung hat dass sie die Gefühle unterdrückt! Und tatsächlich, denn Jonas verliebt sich! Ihm wird langsam bewusst, dass seine Mitmenschen schlimme Dinge tun, denen sie sich gar nicht bewusst sind, denn sie können gar nichts mit Gefühlen anfangen! Der „Giver“ und Jonas glauben allerdings an eine andere Welt, an eine Welt mit allen Erinnerungen, außerhalb der Grenzen! Und so wagt Jonas den riskanten Ausflug um seinen Liebsten all das zu geben, was er auch momentan erleben darf.

„(…) it’s the way they live. It’s the life that was created for them. It’s the same life that you would have, if you had not been chosen as my successor.“

 

Das Buch liest sich sehr flüssig und schnell. Die englische Sprache ist größtenteils gut zu verstehen. Das Einzige was ich nicht mag sind offene Enden. Da war ich leider etwas enttäuscht, obwohl es wahrscheinlich genau so sein sollte. Ich finde die Autorin hat eine richtig gute Beschreibung gemacht von dem was wir als selbstverständlich sehn, wie Farbe kennenlernen, Liebe oder Hass zu spüren. Das muss man erstmal schaffen, es überzeugend zu Papier zu bringen!

Ich finde die Geschichte hinter der Geschichte einfach unglaublich lehrreich. Es fasziniert mich wie Jonas alles Alltägliche plötzlich mit neuen Augen sieht und es erinnert mich daran, dass wir im Alltag alles mehr schätzen sollten. Er erfreut sich so sehr in der Erinnerung mit dem Schlitten den Berg herunterzugleiten, endlich die roten Äpfel als solche wahrzunehmen oder soetwas wie Liebe zu fühlen. Man soll selbst die kleinen Dinge im Leben als was Großartiges ansehn!

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